Förderprogramm - Detail

 

Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010

 

Zusammenfassung

Die EU hat 2010 zum "Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" erklärt.

Mit den Aktivitäten im Rahmen dieses Europa-Jahres sollen folgende Ziele und Grundsätze verfolgt werden:
  • Anerkennung des Grundrechts von Armut und Ausgrenzung Betroffener auf ein Leben in Würde und auf umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben;
  • gemeinsame Verantwortung für die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sowie Förderung des Engagements aller öffentlichen und privaten Akteure;
  • Förderung eines stärkeren sozialen Zusammenhalts;
  • Engagement und konkretes Handeln.
  • Die zur Verfügung stehenden EU-Mittel werden sowohl für Aktivitäten auf Gemeinschaftsebene als auch zur Unterstützung von Maßnahmen in den Mitgliedstaaten eingesetzt.
 
 

Beschreibung

In Österreich werden Projekte zur Starkung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gefördert. Dabei sollen die Initiativen für sozial ausgegrenzte und benachteiligte Personen in folgenden Themenbereichen angesiedelt sein:
  • Förderung der finanziellen Eingliederung;
  • Bekämpfung von Armut infolge steigender Lebenshaltungskosten und Bekampfung von Verschuldung;
  • Entwicklung von Kunst- und Kulturprojekten sowie Teilnahme an Kunst- und Kulturveranstaltungen;
  • Erleichterungen beim Zugang zu Sporteinrichtungen und -aktivitaten sowie Freizeiteinrichtungen;
  • Förderung des Zugangs zu angemessenem Wohnraum bzw. Bekämpfung von Obdach- und Wohnungslosigkeit.
Folgende Aktivitäten konnen in Österreich gefördert werden:
  • Organisation von Zusammenkünften und Veranstaltungen, die Impulse geben und Freiräume für die Diskussion konkreter Maßnahmen zur Bekampfung von Armut und sozialer Ausgrenzung schaffen (Tagungen, Kongresse etc.);
  • Seminare auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene;
  • Informationsmasnahmen mit erheblichem Multiplikatoreffekt zur Verbreitung von Grundsätzen und Werten des Europaischen Jahres auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene;
  • Organisation von Wettbewerben;
  • Untersuchungen, Umfragen und Studien, die nicht bereits im Rahmen anderer gemeinschaftsweiter Aktionen durchgeführt wurden bzw. werden;
  • Fortbildungsangebote fur Multiplikatoren (z.B. für Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Medien und sonstiger Akteure) zur Vertiefung ihres Wissens uber Phanomene der Armut und sozialen Ausgrenzung, der politischen Strategien fur soziale Eingliederung auf nationaler Ebene sowie der verschiedenen vorhandenen Strategieinstrumente, damit diese Personen besser mit Armutsfragen umgehen können bzw. um ihre Bereitschaft zu fördern, eine aktive Rolle im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung zu übernehmen;
  • Zusammenarbeit mit Medien unter Einbeziehung von Betroffenen.
Alle Projektvorschlage müssen eindeutig auf mindestens eines der eingangs angeführten Ziele des Europäischen Jahres 2010 Bezug nehmen. Maßgeblich für die Gewahrung von Zuschüssen sind zudem u.a. folgende Aspekte:
  • Relevanz des Projekts für die Ziele des Europäischen Jahres und des österreichischen Programms zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung;
  • Qualität des Projekts und der damit verbundenen Arbeitsmethoden (Multiplikatoreffekt, Einbeziehung von Armut und sozialer Ausgrenzung Betroffener, Klarheit und Durchfuhrung des Arbeitsprogramms, Aktivierung von Zielgruppen, Gleichstellung von Frauen und Mannern, Nachhaltigkeit über 2010 hinaus);
  • Anzahl der vom Projekt erreichten Personen;
  • offentliche Wahrnehmung des Projekts;
  • Kosteneffizienz der Vorhaben;
  • Mittelbeteiligung anderer Fördergeber, die als Pluspunkt gewertet wird.
In Österreich stehen für die Förderung konkreter Vorhaben insg. 200.000 EUR zur Verfügung; Projekte können mit max. 40.000 EUR gefördert werden.

Beantragt werden können die Zuschüsse von gemeinnützigen Organisationen sowie sonstigen nicht auf Gewinn ausgerichteten Institutionen (auch Sozialpartner) mit Sitz in Österreich.

Antragstermin: 31.08.2009
 
 

Kontakt EU

Europäische Kommission

Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit
Referat E/2 - Inklusion, sozialpolitische Aspekte der Migration, Straffung der Prozesse im Bereich der Sozialpolitik

Nicole Huckert

1049 Brüssel, Belgien
Tel.: 0032/2/2951582
Fax: 0032/2/2956561
E-mail: nicole.huckert@ec.europa.eu
Internet: http://2010againstpoverty.europa.eu
 
 

Kontakt national

Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Abteilung V/1 - Grundsatzfragen und Koordination in EU-Angelegenheiten

Dr. Brigitte Zarfl
Mag. Andreas Schaller
Mag. Bianca Petschl

1010 Wien, Stubenring 1
Tel.: 00431/71100-6328, -2178, -6273
Fax: 00431/711006591,
E-mail: brigitte.zarfl@bmask.gv.at, andreas.schaller@bmask.gv.at, bianca.petschl@bmask.gv.at
Internet: http://www.2010gegenarmut.at
http://www.bmsk.gv.at/cms/site/liste.html?channel=CH0125 (für Antragsunterlagen)
 
 
 
 
 
 
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   Letzte Änderung:
   31.08.2009 um 15:31